Rechtliche Dokumente
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Zuletzt aktualisiert: 30. September 2026 · The Training Platform, ein Produkt von Appogée
1. Gegenstand und Begriffsbestimmungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend AGB) regeln das Abonnement und die Nutzung von The Training Platform (nachfolgend der Dienst), einer online zugänglichen Softwarelösung für die Verwaltung von Weiterbildungen (Software as a Service). Der Dienst wird bereitgestellt und betrieben von der Appogée Sàrl, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach schweizerischem Recht mit Sitz am Chemin de Paudex 5, 1132 Lully, Kanton Waadt, Schweiz, eingetragen im Handelsregister unter der UID CHE-340.224.808 und mehrwertsteuerpflichtig unter der Nummer CHE-340.224.808 MWST (nachfolgend der Anbieter).
Der Dienst ermöglicht es einer Bildungsorganisation, ihre Weiterbildungen, Sessions, Anmeldungen, Teilnehmenden, Kommunikation und Rechnungsstellung über ein eigenes Online-Portal zu verwalten. Der Dienst wird auf der Website https://the-training-platform.ch vorgestellt, über die der Abschluss und die Verwaltung des Abonnements erfolgen, und zwar mittels eines Kontobereichs auf the-training-platform.ch, in dem der Kunde sein Unternehmen, seinen Plan und seine Rechnungsstellung verwaltet (nachfolgend der Kundenbereich).
In diesen AGB bezeichnet Kunde die juristische Person oder den Unternehmer, die oder der den Dienst für die Zwecke ihrer oder seiner Geschäftstätigkeit abschliesst; Arbeitsbereich das dem Kunden zur Verfügung gestellte und seiner Organisation zugeordnete Online-Portal; Plan das vom Kunden gewählte Abonnementmodell mit seinen Limiten und Funktionen; Nutzer die Personen, die über ein Konto im Arbeitsbereich verfügen, namentlich die Administratoren der Organisation, die Trainer, die Unternehmensverantwortlichen und die Lernenden; Teilnehmende die Personen, die sich für die vom Kunden angebotenen Weiterbildungen anmelden oder dafür angemeldet werden; und Kundendaten sämtliche Inhalte und Daten, ob Personendaten oder nicht, die der Kunde oder seine Nutzer im Arbeitsbereich erfassen oder hochladen.
Diese AGB bilden zusammen mit dem abgeschlossenen Plan und den Dokumenten, auf die sie verweisen, namentlich den Nutzungsbedingungen, der Datenschutzerklärung und dem Auftragsverarbeitungsvertrag, die gesamte Vereinbarung zwischen dem Anbieter und dem Kunden (nachfolgend der Vertrag). Mit der Erstellung eines Arbeitsbereichs, dem Abschluss eines Plans oder der weiteren Nutzung des Dienstes erklärt der Kunde, diese AGB zur Kenntnis genommen zu haben und sie vorbehaltlos anzunehmen. Sie gelten unter Ausschluss der allgemeinen Einkaufsbedingungen des Kunden.
Mitteilungen im Zusammenhang mit dem Vertrag können an den Anbieter an die Adresse info@the-training-platform.ch oder auf dem Postweg an seinen Sitz gerichtet werden. Der Anbieter richtet seine Mitteilungen an den Kunden an die E-Mail-Adresse, die mit dem Konto des Administrators des Arbeitsbereichs verknüpft ist, oder über den Dienst.
2. Ausschliesslich Geschäftskunden
Der Dienst richtet sich ausschliesslich an Geschäftskunden, namentlich Bildungsorganisationen, Vereine, Unternehmen und Selbständigerwerbende, die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit handeln. Er wird Konsumentinnen und Konsumenten nicht angeboten, und die Schutzbestimmungen des Konsumentenrechts finden auf den Vertrag keine Anwendung.
Mit dem Abonnieren des Dienstes erklärt der Kunde, zu geschäftlichen Zwecken zu handeln. Die Person, die diese AGB im Namen des Kunden annimmt, erklärt, über die erforderliche Vertretungsbefugnis zu verfügen, um diesen zu verpflichten.
Die Teilnehmenden und die übrigen Nutzer des Arbeitsbereichs sind nicht Parteien des Vertrags. Ihre Nutzung des Portals richtet sich nach den Nutzungsbedingungen, und ihr Weiterbildungs-, Anmelde- und Zahlungsverhältnis besteht mit dem Kunden und nicht mit dem Anbieter.
3. Pläne, Preise, Rechnungsstellung und Zahlung
Der Dienst wird in mehreren Plänen angeboten: einem Plan Free, der jedem neuen Arbeitsbereich standardmässig zugewiesen wird, sowie den kostenpflichtigen Plänen Essential und Pro. Jeder Plan umfasst Nutzungslimiten und einen Funktionsumfang gemäss Artikel 5. Massgebend sind die Merkmale und Preise der einzelnen Pläne, wie sie auf der Website des Anbieters angezeigt und dem Kunden beim Abschluss mitgeteilt werden. Sieht der Plan eine Kommission auf den bei Teilnehmenden eingezogenen Online-Zahlungen vor, kommt diese zu den Gebühren des Zahlungsdienstleisters hinzu, die je nach verwendetem Zahlungsmittel variieren.
Die Preise verstehen sich in Schweizer Franken (CHF) und exklusive Mehrwertsteuer. Die schweizerische Mehrwertsteuer wird zum jeweils geltenden gesetzlichen Satz hinzugerechnet, der zum Datum dieser AGB 8,1 % beträgt. Die kostenpflichtigen Pläne werden nach Wahl des Kunden monatlich oder jährlich im Voraus in Rechnung gestellt und verlängern sich jeweils um aufeinanderfolgende Perioden gleicher Dauer, sofern sie nicht gemäss Artikel 11 gekündigt werden.
Die Zahlung erfolgt mit den beim Abschluss angebotenen Zahlungsmitteln über einen externen Zahlungsdienstleister. Der Anbieter erhält und speichert keine Zahlungskartendaten des Kunden; diese werden ausschliesslich von diesem Zahlungsdienstleister bearbeitet.
Der Kunde kann seinen Plan jederzeit in seinem Kundenbereich auf the-training-platform.ch wechseln. Ein Wechsel zu einem höheren Plan wird sofort wirksam, wobei der Preis anteilig für die laufende Periode angepasst wird. Ein Wechsel zu einem tieferen Plan wird auf das Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam: Bis zu diesem Zeitpunkt behält der Kunde die Limiten und Funktionen seines bisherigen Plans. Ein Planwechsel begründet keinen Anspruch auf Rückerstattung für die laufende Periode.
Bei Zahlungsverzug nach Fälligkeit sendet der Anbieter dem Kunden eine Zahlungserinnerung. Erfolgt die Zahlung auch nach dieser Erinnerung nicht, kann der Anbieter den Zugang zu den Limiten und Funktionen des kostenpflichtigen Plans sperren, wobei der Arbeitsbereich in diesem Fall dem Plan Free untersteht; diese Sperrung begründet keinen Anspruch auf Entschädigung.
Der Anbieter kann seine Preise ändern. Jede Änderung wird dem Kunden vor Beginn der Abrechnungsperiode mitgeteilt, für die sie gilt, und wird erst ab dieser folgenden Periode wirksam; ist der Kunde mit der Änderung nicht einverstanden, kann er seinen kostenpflichtigen Plan vor diesem Zeitpunkt gemäss Artikel 11 kündigen.
4. Kostenlose Testphase
Bei der Erstellung seines Arbeitsbereichs kann der Kunde eine kostenlose Testphase von vierzehn (14) Tagen in Anspruch nehmen, während der erweiterte Nutzungslimiten gelten, damit er den Dienst beurteilen kann. Für die Testphase ist keine Zahlungskarte erforderlich, und sie verpflichtet den Kunden nicht zum Abschluss eines Abonnements.
Nach Ablauf der Testphase wird kein Betrag automatisch belastet. Hat der Kunde keinen kostenpflichtigen Plan abgeschlossen, untersteht sein Arbeitsbereich dem Plan Free und den damit verbundenen Limiten; die Kundendaten werden nicht allein aufgrund des Endes der Testphase gelöscht.
Die Testphase dient dem erstmaligen Kennenlernen des Dienstes. Der Anbieter kann es ablehnen, sie einer Person oder Organisation, die bereits davon profitiert hat, erneut zu gewähren.
5. Arbeitsbereiche, Nutzungslimiten und Nutzungsrecht
Jeder Arbeitsbereich ist unter einer eigenen Adresse des Kunden unter der Domain der Plattform oder, sofern der Kunde eine solche konfiguriert, unter einem eigenen Domainnamen des Kunden erreichbar. Verwendet der Kunde einen eigenen Domainnamen, bleibt er für dessen Registrierung, Erneuerung und Konfiguration verantwortlich.
Jeder Plan legt Nutzungslimiten fest, namentlich die Anzahl Anmeldungen von Teilnehmenden pro Jahr, die Anzahl Weiterbildungssessions pro Monat und die Anzahl Arbeitsbereiche, sowie die zugänglichen Funktionen. Der Versand von E-Mails und die Speicherung von Dateien sind im Rahmen einer normalen Nutzung des Dienstes nicht pro Plan begrenzt. Die Limiten und Funktionen jedes Plans sind auf der Website des Anbieters angegeben und werden dem Kunden mitgeteilt.
Ist eine Limite erreicht, kann der Anbieter die betreffende Aktion bis zum Beginn der folgenden Periode oder bis zum Wechsel zu einem höheren Plan verhindern. Überschreitungen werden nicht in Rechnung gestellt.
Für die Dauer des Vertrags räumt der Anbieter dem Kunden ein nicht ausschliessliches und nicht übertragbares Recht zur Nutzung des Dienstes für die Zwecke seiner Geschäftstätigkeit und im Rahmen der Limiten seines Plans ein. Dieses Recht verschafft dem Kunden kein Eigentum am Dienst. Der Anbieter kann den Dienst weiterentwickeln, namentlich durch Hinzufügen, Ändern oder Entfernen von Funktionen, sofern diese Weiterentwicklungen den abgeschlossenen Plan während der laufenden Periode nicht wesentlich beeinträchtigen.
6. Pflichten des Kunden
Der Kunde nutzt den Dienst rechtmässig und in Übereinstimmung mit diesen AGB und den Nutzungsbedingungen. Es ist ihm insbesondere untersagt, zu versuchen, sich unbefugt Zugang zum Dienst zu verschaffen, den Dienst zu dekompilieren oder einem Reverse Engineering zu unterziehen, ihn weiterzuverkaufen oder Dritten ausserhalb seiner berechtigten Nutzer zur Verfügung zu stellen sowie dessen Infrastruktur missbräuchlich zu beanspruchen.
Der Kunde ist der alleinige Erbringer der in seinem Arbeitsbereich angebotenen Weiterbildungen. Er legt gegenüber seinen Teilnehmenden seine eigenen allgemeinen Geschäftsbedingungen und seine eigene Datenschutzerklärung fest und hinterlegt diese in seinem Arbeitsbereich. Er haftet allein für den Inhalt dieser Dokumente, für seine Weiterbildungsangebote, seine Preise, die Rechnungsstellung an seine Teilnehmenden und die Erbringung seiner Leistungen.
In Bezug auf die Personendaten seiner Teilnehmenden und seiner Nutzer handelt der Kunde als Verantwortlicher im Sinne des Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG) und gegebenenfalls der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Es obliegt ihm insbesondere, die betroffenen Personen zu informieren, für jede Bearbeitung über eine Rechtsgrundlage zu verfügen und ihre Begehren zur Ausübung ihrer Rechte zu beantworten.
Der Kunde haftet für die Rechtmässigkeit der Kundendaten und gewährleistet, dass er über die erforderlichen Rechte an den Inhalten verfügt, die er hochlädt, namentlich an den Logos und den Dokumenten, die er seinen Teilnehmenden zur Verfügung stellt. Verbindet er sein eigenes E-Mail-Postfach mit dem Dienst, haftet er für die Nutzung dieses Kontos und für den Inhalt der in seinem Namen versendeten E-Mails.
Der Kunde verwaltet die Zugänge zu seinem Arbeitsbereich, sorgt für die Vertraulichkeit der Zugangsdaten seiner Administratoren und haftet für die Handlungen der Nutzer, denen er Rechte zuweist. Er informiert den Anbieter unverzüglich über jede unbefugte Nutzung, von der er Kenntnis erlangt.
Der Kunde hält den Anbieter schadlos gegenüber allen Ansprüchen Dritter, namentlich seiner Teilnehmenden oder seiner Nutzer, die auf den Kundendaten, auf seinen Vertragsdokumenten gegenüber den Teilnehmenden, auf der Durchführung seiner Weiterbildungen oder auf einer vertragswidrigen Nutzung des Dienstes beruhen, und übernimmt die dem Anbieter daraus entstehenden Kosten, sofern der Anbieter ihn unverzüglich über den Anspruch informiert und ihm ermöglicht, sich dagegen zu verteidigen.
7. Verfügbarkeit, Wartung und Support
Der Anbieter unternimmt angemessene Anstrengungen, um die Verfügbarkeit, Sicherheit und Integrität des Dienstes zu gewährleisten. Der Dienst wird im Rahmen einer Bemühenspflicht erbracht; der Anbieter gewährleistet weder eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit noch eine bestimmte Verfügbarkeitsquote noch völlige Fehlerfreiheit.
Der Anbieter kann den Dienst für Wartungs-, Aktualisierungs- oder Sicherheitsarbeiten vorübergehend unterbrechen. Er bemüht sich, diese so zu planen, dass die Beeinträchtigung für den Kunden möglichst gering bleibt, und den Kunden über vorhersehbare Unterbrechungen von einer gewissen Dauer im Voraus zu informieren.
Das Portal und seine Datenbank werden in der Schweiz gehostet. Der Betrieb des Dienstes hängt zudem von externen Dienstleistern ab, namentlich für die Speicherung von Dateien, die Datensicherungen, die Zahlungsabwicklung, den E-Mail-Versand und die Fehlerüberwachung; deren Liste und Standort sind in der Datenschutzerklärung aufgeführt. Der Anbieter haftet nicht für Unterbrechungen oder Störungen, die diesen Dienstleistern oder den Telekommunikationsnetzen zuzurechnen sind.
Der Kunde kann den Support des Anbieters per E-Mail an die Adresse info@the-training-platform.ch in Anspruch nehmen. Der Anbieter bearbeitet Anfragen mit angemessenen Anstrengungen, ohne Zusicherung einer Antwort- oder Lösungsfrist.
8. Geistiges Eigentum
Der Dienst und sämtliche seiner Bestandteile, namentlich die Marke The Training Platform, die Logos, die Benutzeroberflächen, die Texte, die Struktur, die Datenbanken sowie der Quell- und Objektcode, sind durch das Immaterialgüterrecht geschützt und bleiben ausschliessliches Eigentum des Anbieters oder seiner Lizenzgeber. Der Vertrag verschafft dem Kunden lediglich das in Artikel 5 beschriebene Nutzungsrecht.
Der Kunde bleibt uneingeschränkt Eigentümer der Kundendaten. Er räumt dem Anbieter für die Dauer des Vertrags und für die zu ihrer Herausgabe erforderliche Zeit ausschliesslich die Rechte ein, die für das Hosting, die Bearbeitung, die Vervielfältigung und die Anzeige dieser Daten zum Zweck der Erbringung des Dienstes unbedingt erforderlich sind.
Übermittelt der Kunde dem Anbieter Verbesserungsvorschläge für den Dienst, erklärt er sich damit einverstanden, dass der Anbieter diese ohne Gegenleistung frei verwerten kann.
9. Datenschutz und Auftragsbearbeitung
Für die Personendaten, die der Kunde, seine Nutzer und seine Teilnehmenden im Arbeitsbereich erfassen, handelt der Anbieter als technischer Betreiber und Auftragsbearbeiter des Kunden, der dafür Verantwortlicher bleibt. Der Anbieter bearbeitet diese Daten ausschliesslich auf dokumentierte Weisung des Kunden und zum Zweck der Erbringung des Dienstes.
Die jeweiligen Pflichten der Parteien in diesem Zusammenhang, namentlich in Bezug auf Vertraulichkeit, Sicherheitsmassnahmen, Unterstützung, Meldung von Verletzungen der Datensicherheit und Beendigung der Bearbeitung, sind im Auftragsverarbeitungsvertrag festgelegt, der integrierender Bestandteil des Vertrags ist und den der Kunde mit der Annahme dieser AGB annimmt. Er ist in Übereinstimmung mit dem DSG und, sofern Personen betroffen sind, die sich in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum befinden, mit Artikel 28 DSGVO erstellt.
Der Anbieter zieht Unterauftragsbearbeiter bei, deren Liste, Funktion und Standort in der Datenschutzerklärung aufgeführt sind. Einige von ihnen befinden sich ausserhalb der Schweiz. Der Anbieter informiert den Kunden dreissig (30) Tage im Voraus über jede Hinzunahme oder jeden Ersatz eines Unterauftragsbearbeiters; während dieser Frist steht dem Kunden ein Widerspruchsrecht nach Massgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags zu.
Für die Daten, die er für eigene Zwecke bearbeitet, namentlich die Kontodaten der Administratoren des Kunden, die Rechnungsdaten des Abonnements, die Nutzerkonten auf den Portalen, die Einmalcodes für die Anmeldung, die Authentifizierungs- und Sicherheitsprotokolle sowie die Fehlerberichte, handelt der Anbieter als Verantwortlicher. Diese Bearbeitungen sind in der Datenschutzerklärung beschrieben.
Jede Partei behandelt die nicht öffentlichen Informationen der anderen Partei, von denen sie im Rahmen des Vertrags Kenntnis erlangt, vertraulich und verwendet sie ausschliesslich zu dessen Erfüllung. Diese Pflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich sind, der empfangenden Partei bereits bekannt sind oder deren Offenlegung gesetzlich oder behördlich verlangt wird, und sie besteht über das Ende des Vertrags hinaus fort.
10. Haftung
Der Anbieter erbringt den Dienst mit der Sorgfalt, die von einem professionellen Dienstleister vernünftigerweise erwartet werden kann. Soweit nach anwendbarem Recht zulässig, ist die Gesamthaftung des Anbieters aus dem Vertrag, für sämtliche Schadenspositionen zusammen, auf den Betrag beschränkt, den der Kunde für die Abrechnungsperiode, in der das schadenstiftende Ereignis eingetreten ist, tatsächlich bezahlt hat.
Der Anbieter haftet nicht für indirekte Schäden oder Folgeschäden, namentlich Betriebsausfall, Umsatz-, Gewinn- oder Kundschaftsverlust, und nicht für Schäden, die daraus entstehen, dass der Dienst nicht genutzt werden kann.
Der Anbieter haftet ebenso wenig für die Beziehungen zwischen dem Kunden und seinen Teilnehmenden, namentlich für Inhalt und Durchführung der Weiterbildungen, die allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung des Kunden, die verlangten Preise, die Zahlungen der Teilnehmenden oder die vom Kunden versendeten E-Mails, noch für Umstände, die externen Dienstleistern oder den Nutzern zuzurechnen sind.
Keine Partei haftet für eine Nichterfüllung infolge höherer Gewalt, namentlich einer Naturkatastrophe, eines Cyberangriffs grossen Ausmasses, eines flächendeckenden Ausfalls der Netze oder eines behördlichen Entscheids, für die Dauer der Verhinderung.
Die Beschränkungen und Ausschlüsse dieses Artikels gelten nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit und nicht, soweit das Gesetz sie untersagt.
11. Dauer und Kündigung
Der Vertrag wird ab der Erstellung des Arbeitsbereichs auf unbestimmte Dauer abgeschlossen. Die kostenpflichtigen Pläne laufen in aufeinanderfolgenden monatlichen oder jährlichen Abrechnungsperioden gemäss Artikel 3.
Der Kunde kann seinen kostenpflichtigen Plan jederzeit in seinem Kundenbereich auf the-training-platform.ch kündigen. Die Kündigung wird auf das Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam, ohne Rückerstattung für die angebrochene Periode; der Arbeitsbereich untersteht danach dem Plan Free. Der Kunde kann zudem den Vertrag als Ganzes beenden, indem er die Schliessung seines Arbeitsbereichs verlangt. Widerspricht der Kunde nach Massgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags der Hinzunahme oder dem Ersatz eines Unterauftragsbearbeiters, kann er den Vertrag ausnahmsweise auf den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Änderung wirksam wird, ohne Kündigungskosten.
Der Anbieter kann den Zugang zum Arbeitsbereich sperren oder den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen, wenn der Kunde in schwerwiegender Weise gegen diese AGB oder die Nutzungsbedingungen verstösst, namentlich bei rechtswidriger Nutzung des Dienstes, bei Beeinträchtigung der Sicherheit der Infrastruktur oder bei anhaltendem Zahlungsverzug, nach erfolgloser Mahnung, sofern die Art des Verstosses dies zulässt.
Die Beendigung des Vertrags, gleich aus welchem Grund, lässt fällige Beträge sowie jene Bestimmungen unberührt, die ihrer Natur nach über das Vertragsende hinaus fortbestehen sollen, namentlich die Bestimmungen über das geistige Eigentum, die Haftung, die Herausgabe der Daten und das anwendbare Recht.
12. Herausgabe und Löschung der Daten
Die Kündigung eines kostenpflichtigen Plans führt nicht zur Löschung der Kundendaten; diese bleiben im Arbeitsbereich im Rahmen der Limiten des Plans Free zugänglich.
Bei Beendigung des Vertrags kann der Kunde die Herausgabe der Kundendaten in einem gängigen Format verlangen, sofern er innert dreissig (30) Tagen nach der Schliessung seines Arbeitsbereichs ein entsprechendes Begehren an den Anbieter richtet.
Nach Beendigung des Vertrags und gegebenenfalls nach der Herausgabe der Kundendaten löscht der Anbieter diese innert neunzig (90) Tagen nach der Schliessung des Arbeitsbereichs aus seinen aktiven Systemen, vorbehältlich einer gesetzlichen Aufbewahrungspflicht. Kopien in den technischen Datensicherungen werden im Zuge von deren Erneuerung gelöscht.
Der Anbieter bewahrt jedoch die Rechnungsdokumente, die er dem Kunden zugestellt hat, während der gesetzlichen Aufbewahrungsdauer für Buchungsbelege auf, das heisst während zehn Jahren (Art. 958f des Obligationenrechts, OR). Der Kunde bleibt allein verantwortlich für die Aufbewahrung seiner eigenen Buchungsbelege und der Dokumente, die er gegenüber seinen Teilnehmenden aufzubewahren verpflichtet ist.
13. Änderung der AGB
Der Anbieter kann diese AGB ändern, um der Weiterentwicklung des Dienstes oder technischen, wirtschaftlichen oder regulatorischen Umständen Rechnung zu tragen. Die geltende Fassung wird mit dem Datum ihrer Aktualisierung auf der Website des Anbieters veröffentlicht.
Jede wesentliche Änderung wird dem Kunden vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail oder über den Dienst mitgeteilt. Die weitere Nutzung des Dienstes nach diesem Zeitpunkt gilt als Annahme der geänderten AGB; ist der Kunde damit nicht einverstanden, kann er den Vertrag gemäss Artikel 11 kündigen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB für nichtig oder nicht durchsetzbar erklärt werden, bleiben die übrigen Bestimmungen vollumfänglich wirksam. Macht eine Partei eine Vertragsverletzung nicht geltend, so liegt darin kein Verzicht darauf, sie später geltend zu machen. Der Kunde kann den Vertrag nicht ohne vorgängige schriftliche Zustimmung des Anbieters an Dritte übertragen.
14. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Der Vertrag untersteht schweizerischem Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen.
Die Parteien bemühen sich, Streitigkeiten über die Gültigkeit, Auslegung oder Erfüllung des Vertrags gütlich beizulegen.
Kommt keine gütliche Einigung zustande, sind für sämtliche Streitigkeiten ausschliesslich die Gerichte am Sitz des Anbieters im Kanton Waadt, Schweiz, zuständig.